FAQ | FAQ Datensatz (MDSi)

FAQ Kommission Datensatz

NEMS

Q: Kann im Rahmen eines ARDS, die Durchführung einer Bauchlagerung im NEMS als spezifische Intervention in der IS vermerkt werden?

A: Ja, die Durchführung einer Bauchlagerung, sowie partielle Bauchlagerung (≥ 1350), gelten als spezifische Intervention in der IS. Zu beachten: nur die Lagerung (vom Rücken- in Bauchlage und umgekehrt) gilt als spezifische Intervention. Ist die Lagerung etabliert (kein Wechsel von Rücken- zu Bauchlage oder umgekehrt) dann kann für die betreffende Schicht keine spezifische Intervention geltend gemacht werden.

Q: Gilt ein „hämodynamischer Challenge“ (iv. Bolusgabe mit konsekutiver Überprüfung der hämodynamischen Antwort) als spezifische Intervention in der IS?

A: Nein, diese Untersuchungen können nicht speziell vermerkt werden. Einzig, das Einlegen eine spezifischen Monitorings (Swan-Ganz-Katheter) wird einmalig vermerkt.

Q: Kann die kontinuierlich Gabe von Catapressan zur Delirbehandlung im NEMS als iv Vasoaktivumgabe vermerkt werden?

A: Nein, Catapressan könnte nur dann als Vasoaktivum vermerkt werden, wenn es ausdrücklich zu diesem Zweck eingesetzt wird, was heutzutage wohl eher selten der Fall sein dürfte. Bedenke hierzu, dass auch andere Sedativa je nach Patient mehr oder weniger ausgeprägte hämodynamische Auswirkungen haben (Bsp. Propofol).

 

Q: Stimmt es, dass ab einer Summe von 553 NEMS-/SAPS-punkten, im SwissDRG eine spezielle Gewichtung vorgesehen ist (mit entsprechend höherer Abgeltung)?

A: Betreffend Intensivmedizinischer resp. IMC-Komplexbehandlung (Punktzahl berechnet aus SAPS der ersten 24 Std. + Summe aller NEMS [einmal pro 8-Std.Schicht]) wird empfohlen, bei jedem Patienten die entsprechenden Kodierungen vorzunehmen. Der „cut-off“ von 553 ist zwar relevant, es gibt aber auch Konstellationen wo schon tiefere Punktzahlen bedeutsam sein können. Tatsächlich erlauben es die verschiedenen Abstufungen in den entsprechenden CHOP-codes auch niedrigere Punktzahlen zu kodieren.


Therapielimitation

Q: Was soll im MDSi eingetragen werden, wenn während des IS-Aufenthaltes mehrfach Entscheide betreffend Therapielimitation getroffen wurden?

A: Der letzte, wichtige Entscheid soll notiert werden.

 

Q: Wie oft sollen Prozessdaten aus dem lokalen System in die zentrale Datenbank exportiert werden?

A: Damit auch unterjährig Vergleiche gemacht werden können, sollen Prozessdaten so oft wie möglich, aber mindestens einmal pro Quartal übermittelt werden.

Q: Wie wird der Entscheid, einen Patienten nach Verlegung nicht mehr auf die IS aufzunehmen, als Therapielimitation kodiert?

A: Zeitpunkt: bei Austritt; Grad: inhaltlich limitiert; Grund: medizinisch.


Andere Struktur-/und Prozessdaten


Q: Sollen Personen, die auf der IS arbeiten, aber durch Dritte angestellt sind, auch im MDSi eingetragen werden (z.B. Anästhesie-AA, der nachts auch für die IS Dienst macht)?

A: Ja, dieser Arbeitseinsatz soll so gut wie möglich abgeschätzt und so deklariert werden.Beispiel: ein AA, der während 365 Tagen pro Jahr (bei 210 Norm-Arbeitstagen pro Angestellten) zu 50% Nachtdienst für die Anästhesie und zu 50% für die IS macht: (365/210) x 0.5 FTE = 0.87 FTE.

 

Q: Wie lange müssen die Patienten auf der IS/IMC hospitalisiert sein, um die Daten für das MDSi erheben zu müssen?

A: Im MDSi wird jeder Aufenthalt dokumentiert, unabhängig von der Aufenthaltsdauer (d.h. im Extremfall auch ein Patient, der „nur“ einige Minuten in der Station war). 

Q: Wie ist der Datenexport organisiert und wie häufig müssen die MDSi-daten exportiert werden?

A: Der Datenexport soll direkt mit der Ansprechperson von ProtecData definiert werden (www.protecdata.ch). Grundsätzlich sollte aus dem lokalen MDSi regelmässig exportiert werden, gemäss Konzept einmal pro Monat, jedoch mindestens einmal pro Quartal.

IMK AG